Himalaya Teil 1 – Trekking Planung im Khumbu
Allgemeine Planung
Ich hatte die Möglichkeit, entweder in die Anden oder den Himalaya zu fliegen. Dieses Jahr habe ich mich entschieden, eine Wanderung im Himalaya zu unternehmen. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war der Wunsch, ein neues Land zu bereisen und dem Smog der Stadt zu entfliehen.
Die beste Reisezeit für eine Wanderung im Himalaya ist der Frühling oder der Herbst, da dies keine Monsunzeit ist. Ich habe mir eine leicht bis mittelschwere Route ausgesucht – also keine Besteigung von Bergen über 6.000 m. Dadurch benötige ich keine zusätzliche Hochgebirgsausrüstung. Die detaillierte Route befindet sich im nächsten Abschnitt (Himalaya – Etappen).
Die Organisation meiner Tour habe ich mit der App Komoot durchgeführt. Dabei habe ich mich über die Bedingungen und Temperaturen ab Lukla informiert. Als Referenzpunkt für die Temperaturen habe ich das Dorf Dingboche gewählt. Laut meinen Recherchen ist in der Region Khumbu kein Guide vorgeschrieben.
Klimadiagramm für Khumbu-Region, Nepal
Dokumente, Visa und Genehmigungen
Mein Visum für Nepal habe ich über die Website Visum.at beantragt. Die Bearbeitung dauerte etwa zwei Wochen. Ich habe mich für ein digitales Visum entschieden.
Die TIMS-Karte werde ich nach meiner Ankunft in Kathmandu beim Nepal Tourism Board (NTB) kaufen. Das NTB befindet sich in Bhrikutimandap, Kathmandu, Nepal und ist allgemein von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Zusätzlich benötige ich ein Sagarmatha National Park Entry Permit, da sich meine Route in der Region Khumbu befindet. Die Gesamtkosten für beide Genehmigungen betragen etwa 40 €.
Vorsicht:
Der Nepal Tourism Board (NTB) hat nicht immer offen, mir wurde gesagt das die nur bis Mittag arbeiten. Besser ist TIMS-Karte und Sagarmatha National Park Entry Permit in Lukla zu kaufen.
Ich besitze einen Alpenvereinsausweis, der im Notfall eine Unfallversicherung abdeckt. Deshalb habe ich keine zusätzliche Versicherung abgeschlossen.
Packliste und Ausrüstung
Das wichtigste Ausrüstungsteil ist mein Schlafsystem. Ich setze dabei auf Zen-Bivy, ergänzt durch Thermounterwäsche (Bluse und Hose).
Meine Kleidung basiert auf dem Schichtprinzip. Zusätzlich zur bereits erwähnten Thermounterwäsche nehme ich zwei T-Shirts, ein langärmliges T-Shirt und eine Sweatjacke mit Kapuze mit. Für zusätzlichen Schutz gegen Kälte habe ich eine Daunenjacke, die Temperaturen bis -10 °C aushält. Für den Notfall packe ich eine zusätzliche Hose ein.
Als Kopfbedeckung nehme ich zwei Merino-Mützen und ein Buff mit. Meine Schuhe sind Winterschuhe von Decathlon.
Mein Erste-Hilfe-Set enthält grundlegende Medikamente, darunter Schmerzmittel, Durchfalltabletten und Elektrolytpulver.
Meine elektronische Ausrüstung besteht aus einer Kamera mit Objektiv, einer DJI Actioncam mit Zusatzakkus und Speicherkarten.
Meine wichtigen Dokumente (Pass, Visum, Flugtickets) habe ich sowohl ausgedruckt als auch digital auf meinem Handy gespeichert.
| Trekking-Poncho | 1 pcs |
| Schlafsack | 1 pcs |
| Rucksack | 1 pcs |
| Offline-Karten | 1 pcs |
| Komoot App | 1 pcs |
| Wanderschuhe | 1 pcs |
| Trekkinghose | 2 pcs |
| Softshellhose | 1 pcs |
| Hardshellhose | 1 pcs |
| Unterwäsche | 3 pcs |
| T-Shirt (langärmlig) | 2 pcs |
| Daunenjacke | 1 pcs |
| Wandersocken | 3 pcs |
| Handschuhe | 1 pcs |
| Mütze | 1 pcs |
| Buff | 1 pcs |
| Sonnenbrille | 1 pcs |
| Blasenpflaster | 1 pcs |
| Schmerzmittel | 1 pcs |
| Durchfalltabletten | 1 pcs |
| Nagelschere | 1 pcs |
| Zahnbürste | 1 pcs |
| Zahncreme | 1 pcs |
| Seife | 1 pcs |
| Handtuch | 1 pcs |
| Handcreme | 1 pcs |
| Sonnencreme | 1 pcs |
| Lippenpflege mit UV-Schutz | 1 pcs |
| Ohropax | 1 pcs |
| Reisepass | 1 pcs |
| Visum | 1 pcs |
| Krankenkassenkarte | 1 pcs |
| Flugtickets | 1 pcs |
| Mitgliedskarte | 1 pcs |
| Notfallkontakte | 1 pcs |
| Bargeld (Dollar) | 1 pcs |
| EC-Karte | 1 pcs |
| Kreditkarte | 1 pcs |
| Powerbank | 1 pcs |
| Ersatzbatterien für Kamera | 1 pcs |
| Ersatzbatterie für Action-Cam | 1 pcs |
| Smartphone | 1 pcs |
| Kamera | 1 pcs |
| Objektiv | 1 pcs |
| Action-Cam | 1 pcs |
| Ladegerät für Smartphone | 1 pcs |
| Ladegerät für Kamera | 1 pcs |
| Ladegerät für Action-Cam | 1 pcs |
| USB-C Kabel | 1 pcs |
| USB Mini Kabel | 1 pcs |
| Adapter | 1 pcs |
| Rasierer (manuell/elektrisch) | 1 pcs |
Mit allen Gegenständen aus meiner Packliste kam ich auf insgesamt etwa 11 kg Gepäck.
Anreise und Transport
Ich fliege mit Air India über Delhi nach Kathmandu. Von dort aus nehme ich einen Inlandsflug nach Lukla, wo meine Wanderung beginnt.
Das maximale Gepäck beim Flug von Kathmandu nach Lukla darf 10 kg nicht überschreiten. Wenn man mehr hat, kann man etwa 1 bis 2 kg ins Handgepäck geben. Da meine Filmausrüstung etwa 1 kg wiegt, habe ich sie in meinem Handgepäck verstaut. Eventuell kann man zum Beispiel auch eine Jacke anziehen, was das Gewicht etwas reduziert.
Bei mir wurde das Gepäck gewogen. Ich habe auch von einem anderen Wanderer gehört, dass er 14 kg hatte und trotzdem durchgelassen wurde.
Das Handgepäck sollte möglichst klein sein, zum Beispiel ein Rucksack mit etwa 10 Litern Volumen. Größere Rucksäcke werden oft als zusätzliches Gepäck gewertet.
Der Flughafen befindet sich neben dem Hauptflughafen, etwas weiter links. Ich musste etwa 5 Minuten zu Fuß gehen, bis ich ihn erreicht habe. Der Eingang ist ein bisschen versteckt und befindet sich ganz hinten. Übrigens heißt der Flughafen für nationale Flüge „Domestic“.
Wichtig zu erwähnen ist, dass der Flug nicht immer sofort startet, da dies stark von den Wetterbedingungen abhängt. Ich musste etwa 6 Stunden warten, bis mir gesagt wurde, dass wir in den Bus einsteigen können. Mit dem Bus geht es dann zum Propellerflugzeug.
Der Flug dauert etwa eine halbe Stunde und ist oft sehr holprig. Man hat teilweise das Gefühl, dass der Flieger gleich auseinanderbricht, aber in kleinen Flugzeugen spürt man einfach alle Vibrationen deutlich stärker. Ebenso merkt man jedes Mal, wenn das Flugzeug auf- oder absteigt – dabei bekommt man ein richtiges flaues Gefühl im Bauch. Das passierte fast jede zweite Minute. Ich vermute, dass dies an den starken Winden in dieser Region liegt.
Für den Notfall sollte man eventuell Medikamente gegen Übelkeit mitnehmen. Die Landung verlief jedoch sehr professionell.