Tour: Hochschwabgruppe Seewiesen – Eisenerz

Tour: Hochschwabgruppe Seewiesen – Eisenerz

Die beschriebene Route ist eine Mehrtagestour durch das Hochschwabmassiv, die sich – je nach Tempo, Kondition und eingeplanten Pausen – gut auf drei bis fünf Tage aufteilen lässt. Sie führt durch sehr unterschiedliche Landschaftsformen des Hochschwabgebiets: von bewaldeten Talbereichen über alpine Hochflächen bis hin zu markanten Gipfeln und weiten Karstplateaus.


Der Ausgangspunkt der Tour befindet sich im Ort Seewiesen, einem bekannten Startpunkt für zahlreiche Touren im Hochschwabgebiet. Von hier beginnt der Anstieg zunächst moderat über Wanderwege und Forststraßen in Richtung Seeleiten. Bereits auf diesem Abschnitt gewinnt man kontinuierlich an Höhe, während sich die Landschaft langsam von den Wäldern des Talbereichs hin zu offenerem alpinen Gelände verändert.


Nach etwa vier Kilometern erreicht man eine wichtige Weggabelung. Hier besteht die Möglichkeit, einen Abstecher zur Hohe Weichsel zu unternehmen. Dieser Gipfel zählt zu den markanten Aussichtspunkten der Region und bietet bei klarer Sicht ein beeindruckendes Panorama über das Hochschwabmassiv sowie die umliegenden Gebirgsgruppen. Nachdem der Gipfel erreicht wurde, führt der Weg wieder zurück zur Hauptroute.


Anschließend verläuft die Tour weiter in Richtung des zentralen Hochschwabplateaus. Ziel dieses Abschnitts ist das Schiestlhaus, das sich unweit des höchsten Punktes des Hochschwabmassivs befindet. Auf dem Weg dorthin erreicht man schließlich den Gipfelbereich des Hochschwab auf rund 2.277 Metern Höhe. Dieser Abschnitt zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten der gesamten Tour. Die weiten Karstflächen, die typischen Dolinen und die offene Hochfläche verleihen diesem Teil der Route einen besonders alpinen Charakter.


Nach der Überschreitung des Hochschwabmassivs führt der Weg weiter in südwestlicher Richtung. Dabei verläuft die Route nahe am Fleischer-Biwak, einer kleinen Biwakunterkunft, die vor allem als Notunterstand für Bergsteiger dient. Von dort setzt man die Wanderung fort bis zur Häuslalm-Hütte, einem guten Rastpunkt innerhalb der Tour.


Die Route führt anschließend weiter nach Westen zur Sonnschienhütte. Diese Hütte liegt landschaftlich sehr schön auf einer Hochfläche und bietet sich ideal als Übernachtungsstation an. Besonders auf Mehrtagestouren ist sie ein beliebter Stützpunkt, bevor der lange Abstieg ins Tal beginnt.


Bevor man jedoch endgültig in Richtung Tal absteigt, lohnt sich von der Sonnschienhütte aus noch ein kurzer Abstecher zum Ebenstein. Der Gipfel gehört zu den aussichtsreichsten Punkten der Umgebung und bietet einen weiten Blick über das Hochschwabmassiv sowie in Richtung Eisenerzer Alpen.


Nach der Rückkehr zur Sonnschienhütte beginnt schließlich der letzte Abschnitt der Tour. Der Weg führt hinunter zum Leopoldsteiner See, einem der schönsten Bergseen der Steiermark. Der türkisfarbene See liegt eingebettet zwischen steilen Felswänden und bildet einen eindrucksvollen Abschluss dieser abwechslungsreichen Mehrtagestour durch das Hochschwabgebiet.


Insgesamt handelt es sich um eine anspruchsvolle, aber landschaftlich äußerst abwechslungsreiche Durchquerung des Hochschwabmassivs, die sowohl konditionelle Ausdauer als auch Trittsicherheit verlangt. Durch die Kombination aus Gipfeln, Hochflächen, Hütten und alpinen Landschaften gehört diese Route zu den eindrucksvollsten Mehrtagestouren in der Region.

Tourdaten

Gesamtstrecke: 53 km

Gesamtzeit: 3 – 5 Tage

Bundesland: Steiermakt

Gebirgsgruppe: Hochschwabgruppe

Gipfel: Seeleiten (1734), Hohe Weichsel (2006), Hochschwab (2277), Ebenstein (2132)

Öffentliche Anreise

Mit der Bahn von Wien Hbf RJ 553 Richtung: Graz Hbf

bis Kapfenberg Bahnhof

dann
von Kapfenberg Bahnhof (Vorplatz) mit
Bus 170 Richtung: Mariazell Bf

nach
Seewiesen am Hochschwab

ausstieg an der letzten Haltestelle von Seewiesen

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